Segunda sermana en la escuela

Nun bin ich seit fünf Wochen in Ecuador, doch es ist ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Aber ich schätze, dass das normal ist und man mehr Zeit braucht, um sich wirklich einzugewöhnen und einzuleben. Deswegen ist auch die Frage, ob ich nach zwei Wochen schon sagen kann, ob es das richtige Projekt für mich ist. Ich habe die Einstellung, dass man zumindest erst einmal versuchen muss, wie es mit der Zeit ist und ob es Veränderungen gibt. Das Projekt ist jetzt auch nicht schlimm, aber ich merke immer mehr, dass es nicht das ist, was ich machen  wollte und dass ich mich überfordert fühle. Die Arbeitszeiten sind an sich in Ordnung, da ich von 8-17/18 Uhr arbeite, aber dazu kommt dann die Vorbereitungszeit für den Unterricht, sodass man keine wirkliche Zeit mehr hat eine Freizeitaktivität zu machen. Natürlich sind da die Wochenenden, an denen man etwas unternehmen kann, aber, wie eine andere Freiwillige gut ausgedrückt hat, ist man an den Wochenenden recht müde und dass sie nicht für die Wochenenden leben möchte. Sie hat das Projekt auch schon verlassen, wobei ich dies nach kurzer Zeit etwas früh fand, allerdings geht es ihr jetzt sehr viel besser. Ich möchte auf jeden Fall etwas Regelmäßiges machen, um auch mit ecuadorianischen Jugendlichen in Kontakt zu kommen, die einen nicht nur mögen, da man Europäerin ist und einem auch noch mehr von Ecuador zeigen können. Denn in einem Auslandsjahr möchte man schon die indigene Bevölkerung besser kennen lernen.

Die Wohnsituation ist hier sehr gut, man kann wirklich sagen, dass wir im Luxus leben, aber ich habe nicht das Gefühl wirklich in die ecuadorianische Kultur eintauchen zu können, da wir hier zum Großteil mit Amerikanern zusammenleben. Diese sind auch alle wirklich nett, aber es ist nicht die Kultur, die man primär kennenlernen wollte. Hier ist es natürlich ein großer Vorteil, dass man gleich zwei Sprachen verbessern kann. Um allerdings Spanisch möglichst schnell zu lernen, würde ich es am liebsten den ganzen Tag sprechen und auch Menschen um mich haben, die es bereits korrekt beherrschen. Doch uns wurde gesagt, dass wir die anderen nicht zwingen können Spanisch zu reden, da abends Zeit zum entspannen ist und dies zu anstrengend wäre. Doch wenn wir das erneut ansprechen, würden vielleicht mehr dabei mitmachen. Abgesehen von der Sprache wollte ich auch mal was anderes sehen als das, was ich schon seit Jahren kenne und hier habe ich sogar ein größeres Zimmer als Zuhause. Einige werden sagen, dass man doch einfach froh darüber sein soll, aber ich zumindest möchte hier ein „zweites Zuhause“ und eine „Zweite Familie“ finden, die ich später gerne wiedersehen möchte. Und ich möchte lernen auf etwas verzichten zu können und zu sehen, dass man eben auch mit wenig glücklich sein kann. Andererseits steht es im Konflikt damit, dass ich lernen möchte, geduldig zu sein und ein Projektwechsel wäre das Gegenteil davon.  Aber wie gesagt, mir erscheint es, als würde es sehr schwierig werden eine andere Mentalität kennen zu lernen. Andere Freiwillige dieses Projektes haben gesagt, dass bei ihnen der Kulturaustausch über die Familien der Schüler stattgefunden hat und sie diese auch besucht hat. Aber momentan sehe ich das Projekt als Arbeit und Arbeit und Freizeit möchte ich ungern vermischen. Allerdings muss ich ihr zustimmen, dass es eine gute Chance ist, die Schüler und ihre Hintergründe besser kennenzulernen. Und allein als ich die Mutter einer Schülerin und ihren Umgang mit ihrer Tochter gesehen habe, fiel es mir leichter zu verstehen, warum diese Schülerin so laut ist und nach Aufmerksamkeit ringt. Aber erneut, ich möchte wissen, wie es ist in einer anderen Familie zu leben. Dabei ist mir bewusst, dass ich wahrscheinlich sehr viele Freiheiten aufgeben muss. Hier kann ich ausgehen, wann und wie lange ich möchte, Freunde dürfen zu Besuch kommen und auch übernachten (Solang es das gleiche Geschlecht ist) und man ist so gut wie nie allein unterwegs und somit sehr sicher. Auch fühlen andere sich teilweise in ihrer Wohnsituation einsam und das kann ich von dem Wohnheim nicht behaupten. Was die Selbstständigkeit angeht, bin ich zwiegespalten. Einerseits müssen wir viel Verantwortung für die Schüler übernehmen, Tests und Klassenarbeiten erstellen und Noten geben, andererseits haben wir hier echt Service, da jeden Abend für uns gekocht wird und wir unsere Wäsche zum waschen abgeben können. Was wir alleine machen müssen ist unser Zimmer zu putzen, aber das ist auch vollkommen verständlich.

In meinem CMT Vertrag steht, dass wir hier nicht sind, um uns selbst besser kennenzulernen und daraufhin habe ich innerlich sofort protestiert, denn herauszufinden wer ich bin und was ich will ist eine der Hauptmotivationen meines FSJs. Eine andere Motivation ist es jedoch seine Grenzen kennenzulernen und sich neunen Herausforderungen zu stellen. Allerdings muss auch jeder selbst wissen, wo seine Grenze erreicht ist. Natürlich kann man sich an alles gewöhnen, aber auf der anderen Seite bin ich hier, um mir meinen Traum zu verwirklichen. Das hier soll mein Jahr werden, an das ich mich immer wieder gerne zurückerinnere. Und ich möchte auch ausprobieren können, was ich später arbeiten möchte und mich nicht darin bestätigen lassen, was ich nicht möchte. Hier ist mein Ziel, zu lernen, was ich möchte und es auch zu kommunizieren. Man sollte Probleme ansprechen, bevor sie größer werden und ich denke manchmal ist es in Ordnung, zuerst an sich zu denken und das zu tun, was einem selbst gut tut. Damit meine ich nicht, dass man Gefühle verletzen soll oder einem alles andere egal sein soll, aber ich denke, dass es in nachvollziehbar ist, dass man Berufswünsche entdecken und sich über seine Zukunft klar werden möchte. Ich denke dieses FSJ wird mir helfen, in meinem späterem Leben Probleme und Konflikte zu lösen. Ein eheer kleinerer, dennoch nicht unwichtiger Punkt ist, dass wir hier auch nicht das typische Essen essen, sondern eher amerikanisches oder auch europäisches Essen. Das Essen ist lecker und gut, aber eben auch nicht ecuadorianisch.

First step to live life your own way…make yourself.

Aber nichts ist unveränderbar und Probleme und Schwierigkeiten können einen auch weiterbringen und man kann daran wachsen.

Ama la vida!

Mein erster Schultag/ Meine erste Schulwoche

Der Ernst des Lebens begann am 5.09.2016. Wobei, streng genommen begann er auch schon bei meiner Einschulung vor 12 Jahren in die Grundschule, an meinem erstem Tag an der weiterführenden Schule und auf der Abiturfeier wurde erneut betont, dass jetzt erst das richtige, ernste Leben beginnt. Hier im Projekt wurde uns auch nochmal gesagt, dass wir wahrscheinlich nie mehr in unserem Leben so hart arbeiten werden wie hier. Eine ehemalige Freiwillige sagte aber, dass ein zwölf Stunden Tag zwar hart, aber zu meistern wäre. Ich zumindest bin nach der ersten Woche ziemlich erschöpft.

Am erstem Tag haben wir uns alle in der Mensa getroffen und der Rede des Schulleiters gelauscht. Die Klassenlehrer und wir wurden vorgestellt und anschließend machten wir uns auf die Suche nach den Klassenräumen der Klassen, die wir unterrichten würden. In meinem Fall sind es die Klassen sechs, sieben und neun, welche mich als Englischlehrerin haben werden. Eine große Herausforderung, da mein Spanisch noch nicht so gut ist, um Sachen mit umfangreichem Vokabular zu erklären, geschweige denn vernünftig zu kommunizieren, warum mich Schreien, Herumgerenne und Schlagen im Unterricht nervt. Zudem sagen die Kinder, dass sie sich nur spielerisch hauen. Am erstem Tag waren noch nicht alle Schüler da, also unterrichteten Julia (Eine meiner Mitbewohnerinen) und ich zusammen.Mittlerweile haben wir jeweils unsere eigenen Klassen mit jeweils ca. 25 Schülern. Eine entspannte Lernatmosphäre zu schaffen war und ist besonders in der neunten Klasse nicht einfach. Es gibt viele Lacher, wenn ich manche Fragen nicht verstehe, wobei die Schüler nach meinem Empfinden auch sehr Nuscheln und leise sprechen. Das ist aber eine Sache, die mir generell an den Ecuadorianern, welche ich bis jetzt kenne, aufgefallen ist. Sie sprechen sehr leise.

Ich fing an mit den Basics wie „My name is…“ „What is your name?“, was auch ganz gut funktionierte. Als ich jedoch mit den Tieren anfing, gab es erneut einige Lacher. Conejo bedeutet nämlich nicht nur Kaninchen, sondern auch Vagina, zumindest erklärte eine Studentin der spanischen Literatur mir das.

Auch ist es wichtig, dass man flexibel ist. Wenn die Kinder zu unruhig für Gruppenarbeit sind, dann muss man für den Tag etwas anderes mit den Kindern machen.20160909_094200.jpg

Am Donnerstag und Freitag sind wir durch die Klassen gegangen und Carmita (-ta oder -dito wird oft an Namen gehängt, um sie süßer klingen zu lassen) hat uns gezeigt, wie man die AUfmerksamkeit der Kinder auf sich lenkt. Bei den Kleinen geht dies gut mit Musik. Ein Lied was sie oft singt ist:

Buenos días amiguitos ¿cómo están?
Muy bien…
Es este un saludo de amistad

¡Que bien¡…
Haremos lo posible por hacernos más amigos
Buenos días amiguitos ¿cómo están?
Muy bien…

Oder aber auch:

La lechuza (Eule), la lechuza, hace shhh, hace shhh.
Todos calladitos, como la lechuza, hacen shhh, hacen shhh.
La lechuza, la lechuza, hace shhh, hace shhh.
Todos calladitos, como la lechuza, hacen shhh, hacen shh …

Bei meiner neunten Klasse habe ich aber festgestellt, dass es hilft, wenn ich gar nicht erst anfange zu diskutieren, sondern die Schüler direkt mit Fragen löchere. Einmal hatte ich die Aufgabe für sie, ein Lied zu hören und die Tiere zu malen, die darin vorkamen, aber dies hat nicht gut funktioniert.

Mittags fahre ich rüber zum anderem Center und habe dort die Fächer Kunst, wo ich einem Lehrer helfe und Programa de Chicas, was ich alleine leite und welches Waschzeit, Basteln und Computer für die Mädchen bedeutet, sowie eine gemischte Gruppe, mit denen ich in die Bibbliothek gehe. Hier ist auffällig, dass der Umgang mit den Jungs deutlich schwieriger ist, da sie lauter sind und schlechter hören. Ich war zusammen mit Ariana in der Bibliothek, jede mit ihrer Gruppe und unsere Jungs sind auf die Bücherregale geklettert, haben Bücher rumgeschmissen. Wir haben versucht sie alle an einen Tisch zu setzen, aber sie haben nur gegrinst und weiter gemacht.

Hat jemand einen Tipp, wie man von diesen Jungs Respekt bekommen kann?

Auch ist auffällig, dass die Kinder total computersüchtig sind. Sobald sie in ihrer Computerstunde davor sitzen, kriegt man sie nicht mehr davon weg und auch wenn gerade anderer Unterricht dran ist, renne sie dauernd dahin und schalten die Computer an. Wir haben sie dann ausgestöpselt.

Mit meinen Mädels (4.Klasse) mache ich momentan Perlenarmbänder, welche sie dann um die Weihnachtszeit verkaufen sollen. Alle Sachen, die im Programa de Chicas hergestellt werden, sind dafür gedacht, später von den Kindern verkauft zu werden. Allerdings gibt es dazu jetzt einen Laden, sodass die Kinder nicht mehr wie früher auf der Straße verkaufen müssen. Als dann Baños (Badezimmer) auf dem Programm stand, habe ich vor den Waschräumen auf die Mädchen gewartet. Eine offensichtlich sehr angetrunkene Frau ging hinein. Wenig später ging ich auch herein, um den Kindern Bescheid zu sagen, dass ihre Waschzeit bald vorbei ist. Hier fand ich eins der Mädchen völlig aufgelöst vor. ICh fragte sie, was passiert sei, doch sie schluchzte nur weiter und wir verließen erst einmal das Badezimmer. In der Bibliothek sagte sie mir dann, dass ihre Mama (die betrunkene Frau) sie geschlagen hätte. Ich fragte, ob sie mit der Direktorin sprechen wollte, weil ich nicht genau wusste, was ich tun sollte, doch sie verneinte. Ein Eispack wollte sie jedoch haben, also fragte ich im Büro nach. Die Frau wollte wissen, was passiert war, also erzählte ich es ihr. Als wir zu dem Mädchen gingen, hatte es aufgehört zu weinen und sagte, es wäre nichts passiert. Daraufhin durfte ich mir anhören, dass ich doch mal „ruhig bleiben sollte“ (tranquilo) und nicht so nen Wind machen sollte. Mich machte das innerlich ziemlich wütend.

Nun ist Wochenende und wir alle haben erst einmal auf die erste überstandene Woche angestoßen. Nun muss ich aber den Unterricht für die nächste Woche planen und unter der Woche habe ich auch nicht wirklich Freizeit. Um sieben stehen wir auf und gegen sechs, sieben Uhr abends sind wir wieder Zuhause, essen etwas und planen anschließend den Unterricht für den nächsten Tag. Die letzten Tage hatte ich jeden Tag Kopfschmerzen und leichten Schüttelfrost. Ich hoffe, dass es mit der Zeit besser wird.

Español para principantes

Momentan gibt es leider Probleme mit meinem Spanischkurs, da es schwierig ist einen Termin zu finden, an dem die Lehrerin und wir können, da wir diese Woche noch CMT Programm haben und unsere Arbeitskollegen kennenlernen. Nächste Woche geht es dann los mit dem Unterrichten. Der Direktor ist momentan noch im Urlaub, weshalb mir persönlich noch alles chaotisch erscheint, weil ich noch nicht weiß, in welchen Räumen ich unterrichte und woran ich meine Schüler erkenne, wenn ich sie vom Schulhof abhole. Aber das wird sich vielleicht noch im Laufe der Woche zeigen und spätestens nächste Woche werde ich es wissen.

Deshalb versuche ich jetzt aber selbst meine Spanischkenntnisse aufzufrischen und für die, welche ebenfalls Spanisch lernen wollen, fange ich hier langsam an, denn zusammen lernen macht mehr Spaß!

¡Vámanos!

Das Allerwichtigste (La cosa más importante):

Guten Tag! – Buenos dias.

Hallo!- Hola!

Wie geht´s?- ¿Qué tal? (Achtung, uns wurde gesagt, dass wir Europäer wohl gerne ausführlich auf diese Frage antworten. Erwartet wird aber nur ein „Gut, danke“)

Danke, gut. – Bien, gracias.

Ich heiße- Me llamo. (ll wird wie j ausgesprochen)

Auf wiedersehen- Adiós

Morgen-mañana

Nachmittag-tarde

Abend-tarde

Nacht-noche

morgen-mañana

heute-hoy

gestern-ayer

Sprechen Sie Deutsch/ Englisch- ¿Habla usted alemán/ inglés? (Usted ist immer höfflich, bei Personen über 60 ist es üblich diese Form zu verwenden)

Wie bitte?- ¿Cómo?

Ich kann Sie nicht verstehen-No le entiendo.

Wiederholen Sie bitte- Por favor, repítalo.

Ich spreche leider kein Spanisch- Lo siento no hablo español.

Entschuldigen Sie bitte,…-Disculpe,…

Ich hätte gern…-Querría…

Haben Sie…?- ¿Tiene…?

Danke- Gracias.

Keine Ursache- De nada.

Bitte sehr!- Aqui tiene.

Was/Wer/Welcher- qué/ quién/cuál

Wo/ wohin-dónde/adónde

Wie/Wie viel/wann-cómo/cuánto/cuándo

Wie lange-cuánto tiempo

Warum?- ¿Por qué? (Es gibt noch porque, das heißt „weil“

Wann ist das Museum/die Kirche/die Ausstellung geöffnet?-¿Cuándo está abierto el museo/ abierta la ingelsia/ la exposición?

geschlossen-cerrado

Wo ist die Toilette?- Por favor, ¿dónde está el baño?

Haben Sie noch ein Zimmer frei?-¿Teine una habitación libre?

Lassen Sie mich in Ruhe!- Déjeme en paz!

Verpiss dich-Píese! (Wird in Kolumbien genutzt, aber bitte nur verwenden, wenn es wirklich nötig ist!)

Ich habe mich verlaufen-Me he perdido.

Wie komme ich zum Bahnhof? – Por favor ¿para ir al la estación?

Hilfe!- socorro

Bitte helfen Sie mir! -Por favor, ayúdeme!

Ich rufe gleich die Polizei-Voy a lammar a la policia!

An dieser Stelle ein wenig Grammatik:

Wir wenden uns dem Futuro Próximo zu:

Verwendung: Im gesprochenem Spanisch anstelle des Futuro simple.

Bildung: Wir konjugieren das Verb ir im Presente und verwenden das eigentliche Verb im Infinitiv.

Yo                                   voy

Tú                                   vas                      hablar  (sprechen)

El/Ella/Usted               va            a          aprender (lernen)

Nosotros/ Nosotras   vamos                 vivir (leben)

Vosotros/ Vosotras     vais

Ellos/Ellas/Ustedes    van

 

Ich werde hier immer wieder neue Sachen hinzufügen. Bis bald.

 

 

 

Mindo – Nebelwald

Letztes Wochenende habe ich meinen ersten Ausflug unternommen. Zusammen mit drei weiteren Mädchen von ICJA und eine Mitbewohnerin von zwei der Mädchen, sowie einem amerikanischen Jungen, den diese kennengelernt hat, trafen wir uns in Ofelia, einer Busstation direkt in der Nähe. Ich war erst etwas nevös, weil ich die Reisebusse nicht direkt fand. Als ich auf die anderen traf und wir die Tickets kauften, war ich sehr überrascht, wie günstig diese sind. Man zahlt $ 3,10 für eine zweistündige Fahrt runter in den Nebelwald, der mit 1.250 Metern deutlich tiefer gelegen ist als Quito mit einer Höhenlage von 2.800 Meter. Da unter einer Höhe von 1600 Metern die Mückengefahr größer ist, haben wir uns mit OFF eingesprüht, einem sehr wirksamen Mückenspray.

Die Hinfahrt kam mir erheblich schneller vor, was vielleicht daran liegen mag, dass ich total fasziniert von der Landschaft war. Dies war Ecuador so, wie ich mir es vorgestellt hab. Als wir aus dem Bus ausstiegen redete ein Mann in sehr schnellem Spanisch auf ihn ein und ich musste mich sehr anstrengen, um ihn zu vertehen, war aber sehr froh, als es mir gelang. Er leitete ein Reisebüro und wollte uns verschiedene Reisen zeigen.

Da die anderen drei jedoch die Nacht über bleiben konnten (Ich hatte am nächstem Tag ein Projekt von CMT) suchten wir jedoch zunächst ihr Hostel. Ihre Mitbewohnerin und der amerikanische Junge hatten einen Bus eher genommen und waren schon dabei, Mindo zu erkunden. Sie würden jedoch später mit mir zurückfahren, wodurch ich mich etwas sicherer fühlte, denn nachts möchte ich in keine fremden Stadt allein unterwegs sein.

Das Zimmer stellte sich als super gemütlich raus. (Fall jemand also ein gutes Hostel sucht, der Name war casa de ceccilia) Es gab ein Ehebett und ein Einzelbett, ein Badezimmer, sowie eine Terasse mit Hängematte. Nicht zu vergessen der wunderschöne Ausblick. Außerdem kann man seine Wertsachen an der Rezeption abgeben. Nach eiigem Überlegen entschlossen wir uns dazu canoying, auch bekannt unter Zip-lining zu machen. Wir suchten nach dem günstigstem Angebot und fanden den Bruder des LEiters, der uns die Tour für §15 pro Person anbot. Auf der Ladefläche eines Trucks wurden wir dann zum Startpunkt gebracht. Dort bekamen wir die nötige Ausrüstung und es war sogar möglich die Kamera mitzunehmen. Erst später stellte sich raus, dass es die Möglichkeit gibt, auf dem Kopf zu fahren und die Kamera dabei sehr hinderlich ist, bzw die Gefahr besteht sie zu verlieren. Eine der anderen Freiwilligen hat meine Kamera dann für die Zeit an sich genommen. Die Aussicht war super und es war ein tolles Gefühl über den Bäumen zu sein. Das Personal war sehr freundlich, wenn auch etwas flirtig. Wenige von ihnen schienen allerdings von der Touristengruppe genervt zu sein. Die anderen Freiwilligen haben noch einige Fotos, deshalb werd ich erst einmal eine Auswahl meiner Bilder hochladen. Videos sind bei meiner WordPress Variante leider nicht möglich.

Im Anschluss an das Erlebnis aßen wir noch ein Stück Kuchen in einem kleinen Café. Es war sehr gemütlich und man hatte erneut einen super Blick, doch die Besitzerin war ziemlich unfreundlich zu uns. Dann war es für mich auch schon wieder Zeit zu gehen und ich traf die anderen an der Bushaltestelle und fuhr mit ihnen zurück. Im Bus schlief ich leider mit der Tasche zwischen meinen Füßen ein und als ich aufwachte, war sie weg. Ich bekam einen leichten Panikanfall und schaute mich überall um. Ana hatte jedoch selbst geschlafen und nichts mitbekommen und Tom hatte aus dem Fenster geschaut. Als wir uns aber umschauten, entdeckte ich meine Tasche in den Händen des Mannes hinter mir, der fleißig darin herumwühlte. Als er bemerkte, dass ich ihn ertappt hatte, gab er mir die Tasche zurück. Bis jetzt ist mir nichts aufgafallen, was fehlt, aber meine KAmera war zum Glück gut verstaut und mein Geld hatte ich in meiner Bauchtasche.

Von der Bushaltestelle nahmen wir uns zusammen ein Taxi, auch wenn es zu Fuß nicht weit war, denn jeder musste zu einer anderen Stelle. WIr standen jedoch lange im Stau, da an diesem Tag ein Fußballspiel stattgefunden hatte und die Straße voll war mit Polizisten, Fans und Autos. Fußballspiele werden hier von den Fans sehr Ernst genommen und es kann auch mal zu Prügeleien und durch die Luft fliegenden Flaschen kommen.

Ich werde definitiv noch einmal nach Mindo fahren, da es dort unheimlich schön ist.

Liebe Grüße, eure Isa

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Teacher Training Tag 2

Hola! Wir haben seit gestern einen Workshop „How to teach classes“, indem wir lernen, wie man unterrichtet. Die Stunde begann mit einem Zitat: A hundred years from now it will no matter what my bank account was, the sort of house I lived in, or the kind of clothes I wore, but the world will be much diffrent, because I was important in the life of a child-auther unknown.

Dieses Zitat hat mir wirklich gut gefallen. Am Ende haben wir dann jedoch einen Text bekommen, den unser Lehrer sehr gut fand und auch die Geschehnisse in dem Text gutgeheißen hat. Ich selber war mir dort nicht so sicher. Er wurde von einem Mädchen geschrieben, das in dem selben Projekt war, in dem ich jetzt bin. CMT oder auch WBC genannt. Sie schreibt, dass sie den zwölfstündigen Arbeitstag anfangs als Umstellung und Anpassungssache gesehen hat und erschöpft die Tage und Stunden bis zum Wochenende gezählt hat.

Dann erzählt sie im nächtem Abschnitt, wie sie mit ihrer Mädchengruppe Armbänder gebastelt hat. In diesem Moment kam ein Mädchen zu ihr und fragte:

„Do you want to go with us? Our teacher Elisabeth thought you had other plans but can you come? I Know you have your own life but…“ …“You are my life now.“

(Willst du mit uns kommen? Unsere Lehrerin Elisabeth dachte, dass du andere Pläne hast, aber kannst du kommen? Ich weiß, du hast dein eigenes Leben, aber…“ …“Ihr seid jetzt mein Leben.“

Danach schrieb sie, dass sie jede freie Minute mit den Kindern und den Mingas (Eine Art Organisation, die z.B. hilft Häuser aufzubauen) verbracht hat. Nun frage ich mich aber, ob es so gut ist, dass die Kinder ihr Leben geworden sind. Auf jeden Fall sollte man sich kümmern und den Kindern auch bei außerschulischen PRoblemen helfen oder an entsprechende Fachleute weiterleiten, aber ich habe es bis jetzt für gut gehalten eine gewisse Distanz zu halten, da es ja trotzdem der Arbeitsplatz ist und man ein Leben außerhalb der Arbeit führen sollte. Lasst mich wissen, wie ihr dazu steht und schreibt es in die Kommentare. 🙂 Oder wie ihr Arbeit mit Kindern und Freizeit trennen würdet oder ob ihr findet, dass es zum Beispiel einen fließenden Übergang geben sollte.

Wir haben zusammengetragen, was einen guten Lehrer für uns ausmacht. Das wären in Groben eine stabile Persönlichkeit, pädagogische Fähigkeiten und ausreichend Fachwissen. Die Lehrkraft sollte ihr Fach lieben, junge Leute mögen, ohne eine Freundschaft mit ihnen zu führen, fair sein, den Kindern Halt sowie Orientierung bieten und Werte und Orientierung geben. Dabei soll es nicht darum gehen, dass die Lehrkraft immer immer beliebt ist, sie muss es auch aushalten können, sich mal unbeliebt zu machen. Zudem sollte sie flexibel und belastbar sein, um in neue Situationen angemessen reagieren zu können.

Desweiteren ging es darum, wie man eine Unterrichtstunde handhabt. „Effective teachers MANAGE zheir classrooms. Ineffective teachers DISCIPLINE their classrooms.“ (Effektive Lehrer managen ihren Unterricht/ ihre Klassenräume. Ineffektive Lehrer disziplinieren ihren Unterricht.) Es ist ratsam eine Routine in den Unterricht hineinzubringen und die Schulregeln zu befolgen, sowie eigene Regeln für den Klassenraum gemeinsam mit den Schülern zu erarbeiten. Die Schulregeln sind, dass die Schüler von der Mensa (Cotocollao, hier wohne ich) oder von Schulhof (San Marin, hier ist das andere Center, ca. 45 min mit dem Bus von unserem Wohnheim entfernt). Alle müssen in einer geordneten Reihe laufen und die Hände bei sich behalten. Dann, wie eigentlich immer, kein Kaugummi während des Unterrichts. Die Schüler sollen Respekt haben vor Autoritätspersonen haben und jedem sollte bewusst sein, wann die richtige Zeit für Lob und öffentliche Streicheleinheiten ist. (Ich denke, dass damit Lob und Anerkennung bzw. Zärtlichkeiten unter Schülern gemeint sind.) Zudem ist es nicht erlaubt, während der Unterrichtszeit auf Toilette zu gehen (Von dieser Regel halte ich nicht viel. Natürlich sollten die Kinder lernen, dass nicht all ihre Bedürfnisse sofort befriedigt werden können, trotzdem sehe ich dies als ein Recht der Kinder). Die letzte regel war Remember Limits of Love. Es gibt zwei verschiedene Arten von der Grenze der Liebe. (Zumindest habe ich das im Internet gefunden und da wie hier täglich beten und uns gesagt wird, dass alles im Sinne Gottes geschieht, sehe ich diese Antworten durchaus so, dass sie das Folgende bedeuten sollen). Nummer eins ist es, sich dazu zu entscheiden, anderen zu helfen, aber dass man es nicht immer nur für den anderen tut, sondern auch für sich und dass man viele andere Wege nicht geht. Man muss dafür bestimmte Kompetenten mitbringen und nicht jeder ist mit diesen von Natur aus ausgestattet. Die zweite Art ist, dass Gotts Geduld und Gnade nicht für immer andauern wird und die Gebete für den Feind nachlassen.

Aber genug davon. Es hilft, den Kindern jeden Morgen ein Kompliment zu machen, wenn sie in den Klassenraum kommen und sie auch während des Unterrichts mit Lob zu motivieren.Wenn man positives und gewünschtes Verhalten lobt, dann ist es wahrscheinlicher, dass der Lernende dieses Verhalten auch in der Zukunft zeigen wird. Auch sollen pünktliche Hausaufgaben mit guten Noten oder Stickern belohnt werden. Wenn ein Kind gerne am Computer ist, dann kann man dies auch als Lob einsetzen. Damit die Kindern sich waschen gehen, sollen wir sie mit etwas anspornen, dass sie mögen. Auch kann man die Kinder fragen, woran sie gerne arbeiten möchten und man bekommt raus, womit man sie belohnen kann. Einfache Belohnungen sind aber auch ein Lächeln, Komplimente oder ein Anruf bei den Eltern, bei dem man den Eltern erzählt, was für Fortschritte das KInd macht. Bei schlechtem Verhalten sollte man jedoch eher mit dem Direktor sprechen, wenn man das Verhalten nach mehreren Versuchen nicht ändern kann, denn wenn man den Eltern Bescheid gibt, besteht die Gefahr, dass diese dem Schüler/ der Schülerin mit Gewalt begegnen.

Das war es ersteinmal für heute, ich bin gespannt, was ich morgen und in der nächsten Woche noch lernen werde. Morgen bekommen wir unseren Stundenplan, wobei es ein allgemeiner Plan ist, der nicht auf uns zugeschnitten wird. Ich würde gerne Englisch und Kunst unterrichten. Samstag besuche ich mit anderen Freiwilligen Mingo, einen Nebelwald. Eigentlich sollten man hierfür eher zwei Tage einpalnen, aber im Gegensatz zu den anderen kann ich dort nicht schlafen, da Sonntag Minga auf unserem Programm steht. Ich bin gespannt.

Meine Mama hat mir heute auch bewusst gemacht, dass man das Leben in vollenZügen genießen sollte und jeden Tag, den man hat.

AMA LA VIDA!!! – The crisis of today is the joke of tomorrow!

 

 

Flug & gesammelte Erfahrungen der ersten Woche in Quito

Ich muss zugeben, dass ich gestern sehr deprimiert klang, als ich angefangen habe, meinen Blogeintrag zu schreiben, also fange ich heute nochmal von vorne an.

Mein ganzes Abenteuer begann in Düsseldorf am Flughafen. Mama, Papa, Jenni, Tim, Anni, Laura und Simone, vielen Dank, dass ihr mich begleitet habt, auch wenn es mir sehr schwer fiel, mich von euch zu verabreden. Aber ich bin mir sicher, dass wir uns nach dem Auslandsjahr noch immer gut verstehen werden.

Meine Schwester hat mich zum Glück dazu gedrängt, online einzuchecken. Zum Glück sage ich, weil unser Flug überbucht war. Zwei Personen mit denen ich fliegen sollte, hatten nämlich nur ein Standbye Ticket nach Frankfurt und waren schon sehr verzweifelt und mit der Angst gefüllt, erst einmal nicht nach Panama City und letzenlich Quito zu kommen, denn das war die geplante Route. In Düsseldorf am Flughafen war ich nach dem Check In allein und als sich eine Flugbegleiterin neben mich setzte, brach ich zunächst in Tränen aus. Ich konnte es nicht fassen, dass der Tag gekommen war, an dem ich Deutschland, meine wunderbare Familie, meinen einmaligen Freund und meine Freunde verlassen musste. Klar, ich hatte mich gefreut, aber jetzt wurde es real und man wusste nicht, wo man jetzt hinkommt und wie es sein würde. Nur eins war klar. Es würde anders sein. Die Flugbegleiterin war super freundlich und erzählte mir auch Sachen aus ihrem Leben und ihrer Zeit als Flugbegleiterin und dass sie es schweirig findet, so selten Zuhause zu sein. Das Gespräch half mich zu beruhigen und dann kamen auch welche von den anderen Freiwilligen. Als wir dann in Frankfurt ankamen, war ich überrascht wie leicht man sich zurecht findet. Aber nachdem wir uns eine halbe Stunde entspannen konnten, erreichte mich die Nachricht, dass alle von dem Gruppenticket umgebucht wurden und nun zwei Stunden später fliegen würden. Ich war vielleicht gernervt, aber wir sechs mussten auf Grund des Gruppentickets zusammen in einem Flieger bleiben. Folglich hieß das aber auch, dass wir unseren Anschlussflug nach Quito verpassen würden, zudem wir nun von Panama City auf Bogota, Kolumbien, umgebucht worden waren. Als später die Durchsage kam, dass auch dieser Flug überbucht war und nun Freiwillige gesucht werden, die nach Erhalt einer besonderen Prämie freiwillig auf den Flug verzichten und erst am nächstem Tag weiterfliegen wollen, habe ich einen MOment lang die Fluggesellschaft verflucht. Zum Glück waren unsere Tickets jetzt sicher und wir würden nicht noch einmal tauschen.

In Bogota durchliefen wir eine weitere Sicherheitskontrolle, wobei ich sagen muss, dass ich die Kontrollen relativ harmlos finde, da manche auch ihre vollen Wasserflaschen mitnehmen konnten oder Scheren und Messer im Handgepäck hatten. Dann kümmerten wir uns um unseren Weiterflug und kamen sogar in die Businessclass. Es ist sehr auffällig, wie anders der Service dort ist und sehr angenehm so viel Beifreiheit zu haben. Nach einem zwölfstündigem Flug in einem engem Flugzeug, beziehungsweise wenig Bein – und Bewegungsfreiheit ein Genuss. Auch wurde uns das Essen auf Tellern serviert und wir bekamen Gläser.

Als ich schließlich bei der Passkontrolle in Quito stand, erlebte ich mein erstes Erdbeben. Später erfuhren wir, dass es die Stärke 4,6 hatte. Die Lichter flackerten, bis sie ganz ausgingen und die Ladenbesitzer stürmten zu ihren Türen, um sie zu schließen. Ich und eine andere Freiwillige schauten uns erschrocken an und wussten gar nicht, was passierte. Zunächst fragten wir uns, ob uns der lange Flug wohl nicht so gut bekommen war.

Draußen wurden wir von einem älterem Mann in Empfang genommen, der ein Schild mit unseren Namen hochhielt. Als alle da waren gingen wir nach draußen und fragten uns, wie wir unser Gepäck in die Wagen kriegen sollten. Die Antwort war, dass wir sie ungesihert aufs Dach legten. Es blieb aber alles heil. Ich hatte große Probleme den Taxifahrer zu verstehen und ihm ging es wohl ähnlich. Als wir im Camp angekommen waren, bekamen wir ein Fünferzimmer. Die Matratzen waren sehr weich und die Kissen recht klein. Im Gegensatz zu uns wird auch mit Fließdecken geschlafen. Die Anderen schienen sofort einzuschlafen, aber ich blieb wach und starrte aus dem Fenster. In diesem Land werde ich jetzt ein Jahr lang leben, ging es mir die ganze Zeit durch den Kopf. Und ich listete alle Personen auf, die ich vermissen würde, bis ich anfing zu weinen. Ich hoffe, dass so etwas mit der Zeit besser wird.

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück auf nach Quito, um uns beim Konsulat zu registrieren. Als wir unsere Reisepässe dann dort lassen mussten, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Nächste Woche werden wir sie abholen.

Auf dem Rückweg war ich doch etwas erstaunt, dass es KFC, Subway und McDonalds hier gibt, aber eigentlich war das ja zu erwarten, dass diese großen Ketten zumindest in einer Hauptstadt vertreten sind.

Dann ging es zurück und den Rest des Tages hatten wir frei. Hier in Quito ist es morgens wie im Frühling, mittags wie im Hochsommer und zum Abend hin kühlt es schlagartig ab, sodass man wirklich einen warmen Pulli und eine warme Jacke braucht, um nicht an Kälte zu leiden.

Sprachmäßig lief das Camp auf Englisch ab und noch habe ich die Befürchtung, niemals Spanisch zu können. Aber bis jetzt hat es jeder gelernt. Gestern Abend (Freitag 12.08.2016) sind fast alle von ihren Gastfamilien abgeholt wurden und ich waar ein wenig traurig, da sie alle so lieb und fürsorglich schienen. Eine WG ist zwar auch eine schöne Sache, aber das hier ist ja eher ein Wohnheim, also noch etwas anderes und mein Wunsch war es, in eine Gastfamilie zu kommen. Allerdings scheint die Hausbesitzerin sehr freundlich zu sein, zumindest wurden wir mit einer Umarmung und einem Küsschen begrüßt. Allerdings ist dies hier in Ecuador auch üblich.

Wir bekamen eine Hausführung und unsere vorübergehenden Zimmer geziegt. Ich freue mich, wenn ich in mein endgültiges Zimmer komme und es dekorieren kann.

Meine momentan Sorge ist besonders das Busfahren, denn es gibt keine Fahrpläne, sondern nur Busse die in den Norden fahren und welche, die in den Süden fahren. Zum Aussteigen sagt man „Gracias“. Das Busfahren hier ist sehr günstig, man zahlt nur 25 Cent, dafür ist aber auch die Gefahr größer überfallen zu werden. Unsere Rucksäcke sollen wir immer auf der Brust tragen, damit niemand einfach ein Loch reinschneidet. Auch sind manche Strecken wegen Erdrutschen und besonders bei Nacht gefährlich. Eine unserer Grundregeln ist, dass wir niemals alleine reisen sollen. Auch bei den Taxifahrern soll man aufpassen und sich am besten von einem Taxifahrer seines Vertrauens die Nummer geben lassen,  denn hier gibt es Expressentführungen. Steigt man zweischen 9 und 12 ins Taxi, kann es sein, dass man bis 12 Uhr festgehalten und zu einem Geldautomaten gebracht wird, damit man für beide Tage Geld abheben kann. Ich werde vermeiden, mit zu viel Geld und besonders meiner Creditkarte unterwegs zu sein. Auch wichtige Dokumente sollte man nur als  Kopie mitführen. Wenn ein Reisepass geestohlen wird, wird uns aber die deutsche Botschaft helfen.

Auch ist es wichtig, dass wir uns immer abmelden und sagen, wo wir sind. Bei dem schweren Erdbeben gab es nämlich den Fall, dass sechs Freiwillige über das Wochenende an die Küste gefahren sind und niemand wusste wo sie waren. Ihnen geht es zwar gut, aber damals gab es große Aufregung.

Was noch zu erwarten war ist, dass man hier auffällt. Der Durchschnitt hier ist 1,60 groß. In meinem Reiseführer stand, dass dies an einem Eiweißmangel liegen kann, da die Nahrung hier sehr kohlenhydrathaltig ist. Ein Teamer meinte auch, dass er sich etwas unwohl fühlt, wenn Mädchen größer sind als er. Dann haben wir noch weiße Haut und werden von den Einheimischen „Gringas“ genannt. Hier im Wohnheim wurde schon deutlich, dass es ein Bild von Gringas gibt, da unsere Heimbesitzerin extra fünfminuten Tarrinen gekauft hat und sie uns mit den Worten „Gringas mögen das“, gezeigt hat. Ich persönlich finde sie ok, aber jetzt nicht umwerfend. Auf jeden Fall starren einen hier alle an und man fühlt sich ein wenig wie ein Tier im Zoo. Dieser Eindruck wurdedadurch verstärkt, dass ein kleines Mädchen auf mich zeigte und sagte „Ella tiene pelo rojo“ (Sie hat rote Haare) und ihr Vater darauf hin sein Handy rausholte und Fotos sowie Videos von uns allen machte. Auf der Straße hupen viele Autos und die Männer werfen einen Küsschen zu oder grüßen einen in einem auffälligem Tonfall. Mit einer Gringa zusammen zu sein zählt als Erfolg, aber man sol aufpassen, mit wie vielen weiteren Gringas der Mann zusammen ist. Auch Kinder zeugen wird hier sehr sportlich gesehen. Eine Frau zu schwängern ist super, aber die Verantwortung wollen sie dann nicht übernehmen. Allgemein ist hier noch ein sehr starkes Rollenbild vertreten und es gibt sogar eine Art Gesetz, dass die Frau sich um die Kinder zu kümmern hat. Eine Freiwillige hat von einem Fall erzählt, wo eine junge Frau eine Klasse unterrichtet hat und diese abgeben musste, sobald ein Lehrer an die Schule kam, da sie dann für die Babies zuständig war. Ich hoffe in meinem Projekt sind sie diesbezüglich offener.

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Essen im First Class Flug 😀

Und wenn das alles zu negativ klingt, dann lasst es mich bitte wissen. Momentan ist alles neu und das verwirrt mich. Selbst die Lusft ist hier anders und es fällt mir noch immer schwer zu atmen und bei geringer Anstrengung merkt man schon, dass einem die Luft fehlt. Aber hier oben ist die Luft nun einmal dünner.

VOS (Vorbereitungsseminar)

Vor kurzem war ich in Witzenhausen, um an einem zehntägigem VOS teilzunehmen. Dieses dient dazu, noch bestehende Fragen zum Ausland zu klären. Dazu waren jeden Tag verschiedene Einheiten vorgesehen, welche unterschiedliche Themen behandelten. Am erstem Tag wurden wir anhand von Bändchen in Gruppen eingeornet, welches dann unsere Relflextionsgruppen waren. In dieser Gruppe haben wir uns am Ende des Tages noch einmal gesprochen und den Tag reflektiert betrachtet.

Damit wir viel Energie hattten, war ein Energizer vor jeder Einheit Standart. Dies bedeutet, dass wir verschiedene Spiele gespielt haben wie He-Ha-Ho; wo ist Horst?; Kuhstall; Whiskeymixer, kotzendes Kängeru; gordischer Knoten, Evolutionsspiel; Oh ja!; …

Wenn ihr mehr über diese Spiele wissen wollt, schreibt es in die Kommentare.

Unsere erste Einheit hat sich mit Identität und Werten beschäftigt. Hier ging es viel um uns selbst und herauszufinden, wie wir von anderen wahrgenommen werden und wie sich unsere eigenen Normen und Werte von denen anderer unterscheiden. Als nächstes war „Technika, Versicherung und Sicherheit“ dran. Hier haben wir alle nötigen Informationen zu den im Namen genannten Themen erhalten.

Den nächsten Tag fand ich spannend, da er die Themen „Kommunikation und Konflikte“ und „Wahrnehmung, Kategorisierung, Stereotypen und Vorurteile“ behandelt hat. Wir haben verschiedene Streitverhaltensweisen betrachtet und herausgestellt, dass jeder seine eigene Art hat, Konflikte zu lösen. Letztendlich waren wir uns aber einig, dass wir Probleme im Gastland zunächst mit dem Projekt oder der betreffenden Person besprechen. Gerade durch unsere doch noch geringen Spanischkenntnisse kann es zu Missverständnissen kommen. Auch sollen wir versuchen unsere Gedanken zunächst einmal auf ihren Wahrheitsgahalt zu überprüfen, bevor wir zu schnell ein Urteil fällen.

Weiter ging es mit „Privilegien“ und „Gender“. Ein Privileg für Frauen in Deutschland ist zum Beispiel über die Straße gehen zu können, ohne, dass jeder einem hinterherpfeift oder generell nachts halbwegs sicher unterwegs sein zu können. Gerade in Quito wird mir auf Grund der steigenden Kriminalität geraten dies nicht zu tun und lieber mit einem Taxi zu fahren. Dafür ist man im Gastland etwas Besonderes und fällt auf. Ob man das als Privileg sieht, sei dahingestellt. Abends haben wir noch den Film „Die Freiwilligen“ geschaut und es war auffällig, dass das Thema „Verlieben“ eine sehr große Rolle spielt. Viele Einheimische täuschen Liebe vor und erhoffen sich, mit nach Deutschland kommen zu können. Außerdem wurde deutlich, dass manche Freiwillige generell in manchen Sachen zu naiv sind. Das Thema „Weltweit verlieben“ wurde an einem anderem Tag noch einmal in Kleingruppen aufgegriffen und bei Teelichten und Plätzchen besprochen.

Am nächstem Tag standen die Themen „Rassismus und Diskriminierung“ auf dem Plan. Wie definiert ihr Rassismus? Uns wurde gesagt, dass nur Weiße rassisitisch gegenüber People of Colour sein können, da sie in der Machtposition sind. Stimmt ihr dem zu? Am Nachmittag gab es eine Einheit zum Thema „Fair berichten“. Dies beinhaltet Sachinhalte differenziert darzulegen und auch nicht nur typische Stereotye für die Bilder raus zu suchen. Dies wurde besonder deutlich an Bildern aus Afrika, da dort größtenteils Wildtiere auf den Reiseprospekten abgedruckt waren. Ein weiteres Bild wo dies deutlich wird, ist ein Bild (ich glaube aus Buenes Aires) wo ein luxeriöses Hotel zu sehen ist, doch wenn man die andere Seite aufdeckt, direkt der Slum zum Vorschein kommt.arm-und-reich-slum

Dann hatten wir einen freien Tag an dem ich mit einer anderen Freiwilligen zur anderen Burg (Burg Hahnstein) gewandert bin. Ich freue mich schon jetzt auf Ecuadors Landschaft.

Die Themen „Entwicklungszusammenarbeit und Spenden“ sowie „Europa und Ich“ waren am Folgetag dran. Ich war erstaunt, dass manche Projekte von den Freiwilligen Spenden erwarten und die Freiwilligen dann dementsprechend Vorteile genießen. Deshalb rät ICJA uns davon ab, den Projekten zu spenden oder es vorher mit VASE zu besprechen. Danach ging es um die Frage, ob wir uns als Europäer oder Deutscher sehen und viel um die aktuelle Flüchlingssituation.

Die letzten Einheiten waren dann „Gesundheit“ und „Leben und Arbeiten im Gastland“. Wir haben uns auch mit unserer psychischen Gesundheit und verschiedenen Arten von Stress beschäftigt. Für Disstress und Eustress haben wir Beispiele gesucht und konstruktive Handlungsmöglichkeiten. Jeder von uns hat sich sein Schutzschild gebastelt mit Bewältigungsstrategien die uns im Ausland helfen sollen.

Am vorletztem Tag gab es Workshops, die wir besuchen konnten. Ich habe mich für sexuelle Gewalt eingeschrieben und war allerdings ein wenig enttäuscht, da ich mehr Tipps erwartet hätte, auch wenn der Workshop dennoch interessant war. Am meisten haben wir uns damit beschäftigt zu definieren, was sexuelle Gewalt ist und haben den Begriff Missbrauch aus unserm Wortschatz gestrichen, da es immer einen Gebrauch impiziert und Menschen kein Gebrauchsgegenstand sind. Diese Erklärung hat mir sehr gut gefallen. Und auch, dass alles, was mehrmals trotz Warnung passiert, schon ein Übergriff ist. Da hab ich gemerkt, dass ich mir zu viel gefallen lasse und hoffe, im Ausland endlich meine Grenzen zu setzen und zu verteidigen.https://www.youtube.com/watch?v=um6JgniMvYM (Dies ist ein sehr schönes Video zum Thema „Nein-Sagen“).

Mein Projekt

https://www.youtube.com/watch?v=sHqNmrUa-B4

Vor ein paar Tagen hat sich mein Projekt noch einmal geändert. Zuerst sollte ich im Hogar de Paz arbeiten, einem Projekt mit Kindern im Alter von 5-15 Jahren. Dort hätte ich beim Musik-und Englischunterricht geholfen und die Freizeit der Kinder mitgestaltet.

Jetzt habe ich eine Zusage im Centro de Muchacho Trabajador, wo ich mit Straßenkindern und ihrer Familie arbeiten werde. Ich denke, dass ich bei Unterrichten helfen werde. Ziel des Projekts ist es, den Familien zu helfen finanziell unabhängig werden und sich eine Zukunft aufbauen zu können. Auch werden die Kinder in bestimmten Bereichen trainiert wie Kochen, Nähen und der Automechatronik.

Die Regeln dort wirken recht streng, aber mit der Bemerkung, dass es nur für die Formalitäten sei. Es ist ein katholisches Projekt, aber andere Glaubensrichtungen werden akzeptiert, nur ist die Teilnahme an religiösen Aktivitäten Pflicht. In meinem Vertrag steht, dass ich während meines Urlaubs nicht von meinem Projekt befreit werde. Wie genau das zu verstehen ist und ob das Reisen dennoch klappt, werde ich mit meinem Chef vor Ort ausmachen. Außerdem ist es erwünscht, alle anderen als Seelenverwandten zu sehen, da wir eine christliche Gemeinschaft sind. Ich soll alles machen, was die Projektleiter mir auftragen und meine Aktivitäten vorher mit dem Direktor absprechen. Zudem arbeite ich montags bis freitags täglich 12 Stunden und gelegentlich am Wochenende. Wöchentlich gibt es ein spirituelles Treffen, damit die Gemeinschaft enger zusammenwächst. Wenn ich dazu aufgefordert werde, dann werde ich dieses Treffen organisieren. Dazu habe ich ein Dateverbot mit Ecuadorianern und anderen Freiwilligen.

Wohnen werde ich zusammen mit ungefähr 13 anderen Freiwilligen aus Deutschland, Denemark, USA und Ecuador in einem Wohnheim.

Da ich mit der normalen Version von WordPress keine Videos hochladen kann, klickt einfach auf den Link ganz oben, wenn ihr ein Video des Projekts sehen wollt.

 

Hier die Orginalbeschreibung des Projekts:

Projekt 2 (weltwärts und ijfd) Details of the host project
Name: Centro del Muchacho Trabajador (CMT)
City: Quito

Description of the host project
Centro del Muchacho Trabajador (Working Boys Center) works with more than 1,000 people who are members of a family with a boy who works on the street. The center aims to provide education and technical skills not only for the children, but also for their parents, siblings, and grandparents. We do not take the boys off the street—they still are able to work while they attend school in our center. Once they graduate from high school (mandatory for every participant in our program, no matter the age) they will be trained in a technical area of their choice (carpentry, auto mechanics, sewing, cosmetology, etc).
Projektliste Ecuador 2
We teach 10 core values in our center, including education, health, financial management, community service and spirituality. Since our founding in 1964 we have served more than 6,000 families. Description of the local community
We have two centers located at South and North of Quito. The two communities are actually very different: the center in the South is a four story building among the bustling streets of the poorer historical city center (La Marin). Just a 3 minute walk from the gorgeous plazas of the historical city center, La Marin has become the commercial center for the sale of black market items such as cell phones.
In the North (Cotocallao) the property of Centro del Muchacho Trabjador is on several acres and has all of the workshops. The area is much more low-key in the north, even though poverty is still widespread. The neighbourhood is very close knit. Proposed activities for volunteers
 We offer a unique placement for a volunteer to participate in a wide variety of volunteering activities, whether it is classroom education, a specific workshop, or maintenance. In all areas of work, the volunteer will have personal interaction with the participants and develop profound relationships with the participants and staff. The volunteers have the opportunity to influence the lives of the participants and help them succeed in completing an education and becoming financially independent.
 Volunteers participate throughout the entire center in activities such as: classroom assistants (day care, youth education or adult education), workshop assistants (auto mechanics, ceramics, cooking, etc), and maintenance (painting murals, helping stack the library books). The volunteer has a schedule which he/she develops with the staff, combining certain activities. The volunteer will also serve as a mentor and international ambassador to the participants, informally educating them about their own countries and cultures. Volunteer profiles
The volunteer should be open minded, dynamic, warm hearted, and fond of meeting new people. If the volunteer wishes to be an assistant in one of the workshops, he or she should at least have basic skills and experience in that area (carpentry, sewing, cooking, baking, auto mechanics, metal work, computers, etc).

10 Things to do in Ecuador

Ein Punkt sehr weit oben auf meiner To-Do Liste in Ecuador ist ein Besuch der Galapagos Inseln, was bestimmt Vielen ebenso geht. Auch ist die Hauptsatadt Quito bekannt und als Reiseziel beliebt.

Schön soll auch die Sierra, das Andenhochland sein. Wenn man dem durch Vulkane gekennzeichnetem Weg beginnend bei Quito, über die Städte Riobamba, Bucay, Incapirca und endend bei Cuenca bereist, sieht man die beeindruckensten Landschaften Ecuadors.

¡Vámonos!

  1. Otavalo: Die Stadt Otavalo liegt eineinhalb Stunden nördlich von Quito. Hier gibt es einen der größten Märkte in Südamerika für einheimische Kleidung, welcher jeden Samstag stattfindet.
  2. Cuicocha: Der sogenannte See der Meerschweinchen liegt in einem ehemaligem Krater eines Vulkans, direkt am Fuße des Vulkans Cotopaxi. Der Blick vom Vulkan aus soll wunderschön sein. Außerdem kann man Bootstouren machen. Wenn man mehr Zeit hat, soll man um den ganzen Krater wandern und klettern, was ungefähr eine Strecke von 20 Kilometern ist.
  3. Mitad del Mundo: Hiermit ist der Äquator gemeint, der auch namensgebend für Ecuador ist. Hier steht auch das Quiche Monument, welches genau auf dem Äquator gebaut ist.
  4. Quito: Die Hauptstadt von Ecuador ist auch die höchte, offizielle Hauptstadt in der Welt. (Hier werde ich auch arbeiten und wahrscheinlich wohnen). Die alte Stadt mit ihrer Kultut ist Teil der UNESCO.
  5. Termas de Papallacta: Das Dorf ist ca. 60 Kilometer östlich von Quito entfernt. Die Pools sind gefühlt mit warmen Wasser von den umgebenden heißen Quellen. EIne sehr gute Möglichkeit zum entspannen.
  6. Cayambe Coca: Dies ist ein ökologisches Gebiet im Norden, welches sich gut zum Wandern anbietet. Auf dem Weg wird man ein paar heißen Quellen begegnen.
  7. Quilotoa: Ähnlich wie Cuicocha ist es ein großer Krater, der mit Wasser gefüllt ist. Von oben hat man einen Panoramablick über das Dorf.
  8. Tren Curcero-Devil`s Nose: Bei diesem Zugtrip sieht man sehr viel von der Landschaft. In drei Tagen fährt der Zug von Quito runter nach Bucay.
  9. Ingapirca: In der Nähe der Stadt Cuenca kann man die interessanteste und wichtigste Inka Sehenswürdigkeit sehen.
  10. Cuenca: Die drittgrößte Stadt von Ecuador ist auch das Zuhause von einer sehr schönen alten Stadt, die ebenfalls Teil der UNESCO ist. Hier gibt es viel Architektur und eine entspannte Atmosphäre.

Was davon würde euch interessieren? Schreibt es mir in die Kommentare 🙂