14 Tage quer durch Per

Hola,

ich bin zurück aus Peru und wieder Zuhause angekommen, beziehungsweise in meinem zweiten Heimatland – Ecuador.

Vor zwei Wochen bestiegen meine Mitfreiwillige, sowie gute Freundin, und ich den Flieger nach Cusco. Wir entschieden uns gegen den Bus, da wir die wenige Zeit lieber damit verbringen wollten, Perus Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Eine Busfahrt von Guayaquil nach Lima dauert nämlich schon 30 Stunden und die durchschnittliche Reisezeit von Lima nach Cusco weitere 21 Stunden. Allerdings ist die Busfahrt preistechnisch günstiger (Lima-Cusco: ca. 32$; Guayaquil-Lima: 100-120$) und die Busgesellschaft Cruz del Sur sehr angenehm und emfehlenswert. Hierbei handelt es sich um eine der größten Busgesellschaften in Peru und sehr sicher. Unser Gepäck und wir wurden überprüft und ohne Reisepass hätten wir nicht reisen können. Zudem ist der Bus sehr komfortabel (er verfügt über Beinfreiheit, Monitor mit verschiedener Filmauswahl, Essen und Getränke inklusive, sowie eine Toilette). Eine weiter Busgesellschaft, welche ich empfehlen kann ist Oltursa, welche allerdings nicht in allen Teilen Perus verkehrt.

Kommen wir nun zu meiner Reise. In den 14 Tagen haben wir acht Städte besucht und um uns vorher nicht auf die Aufenthaltsdauer festlegen zu müssen, haben wir auch keine Hostels im Voraus reserviert, was sich im Nachhinein noch als sehr praktisch herausgestellt hat. Wenn ich eins in diesem Urlaub gelernt habe, dann ist es: Erstens es kommt anders und zweitens, als man denkt.

Um den ganzen Beitrag übersichtlicher zu gestalten, werde ich die Abschnitte nach Tagen, bzw. Städten unterteilen.

Lima

Bevor wir nach Cusco weiterfliegen konnten, hatten wir einen achtstündigen Aufenthalt am Flughafen Limas, wo ich auch schon bald die Krankenstation kennenlernte. Bei der Landung war mir der Druckausgleich nicht gelungen und so plagten mich Ohrenschmerzen und eine Hörminderung.

Zunächst wartete ich ab, ob die Schmerzen nicht von selbst wieder verschwinden würden, doch nach vier Stunden suchte ich eine Apotheke auf. Ich bekam Ohrentropfen, welche den Druck mindern sollten und Tabletten. Weitere zwei Stunden später hatte sich allerdings noch nichts verändert und ich sprach mit meiner Tante, da ich mir nicht sicher war, ob ich so weiterfliegen könnte. Es bestand die Gefahr eines Barotraumas (Schädigung des Trommelfells), bei dem es im schlimmsten Fall zu einer Blutung oder einem Riss im Trommelfell kommen kann.

Dann machten wir eine Krankenstation am Flughafen ausfindig und nach einiger Wartezeit wurde ich untersucht. Ich hatte eine leichte Ohrenentzündung und bekam Medikamente verschrieben und eine Spritze gegen die Entzündung verabreicht. Die Ärztin sagte, dass ein weiterer Flug nicht gefährlich sei, also machten wir uns auf den Weg nach Cusco.

Cusco

In Cusco angekommen fühlten wir uns direkt wie Touristen (was wir ja auch waren). Wir wussten nicht genau, wie es mit den Taxen funktioniert (Hier sind sie nur durch eine Plakette, jedoch nicht durch eine bestimmte Farbe gekennzeichnet). Da wir die Entfernungen nicht kannten und uns auch nicht sonderlich gut über die Preise informiert hatten, wurden wir erst einmal abgezockt. Ich rate euch, keine Taxen direkt am Flughafen zu nehmen, sondern besser den Flughafen zu verlassen und außerhalb in ein Taxi zu steigen.

Bei unserem Couchsurfer angekommen schliefen wir uns erst einmal aus, bevor wir uns auf den Weg machten, um Touren für den nächsten Tag zu buchen und die Stadt zu erkunden. Der plaza de armas (der Hauptplatz) ist sehr schön und die Stadt ist übersichtlich und sauber. Am Abend traffen wir uns dann noch mit unserem Couchsurfer, um gemeinsam zu Abend zu essen und anschließend seine Lieblingsbar und eine Salsoteca und eine Rockdisco zu besichtigen.

Die Bar Fallen Angel ist sehr speziell und kunstvoll eingerichtet und meine Freundinnen probierten erst einmal den für Peru bekannten Pisco (Ich selbst durfte keinen Alkohol trinken). Allerdings probierte ich ihn am Ende meiner Reise und er ist sehr stark und man sollte ihn lieber gemischt trinken.

Anschließend ging es in eine Salsoteca, wo wir all unsere Energie loswurden und sehr viel Spaß hatten. Alle halbe Stunde wurde Zumba angeboten und die Tanzlehrer tanzen ab und zu mit uns. Auch tanzeten wir mit unserem Couchsurfer, der froh zu sein schien, endlich mal wieder ausgehen zu können.

Als es für uns längst Zeit war ins Bett zu gehen, bestand er allerdings darauf, uns noch die Rockbar zu zeigen und so blieben uns am Ende noch zwei Studen zum schlafen, bevor wir am nächstem Morgen die Regenbogenberge besteigen würden.

Montañas de los siete colores

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Die Tour begann um drei Uhr morgens, was für uns bedeutete, dass wir gegen zwei aufstehen mussten, um ins Stadtzentrum zu fahren. Unser Couchsurfer lebt etwas außerhalb des Zentrums. Die Tour kostet 90 Soles und enthält die Busfahrten, einen Guide, Essen und den Eintritt zu den Bergen. Es war sehr früh, weshalb wir uns warm anzogen, zumal es in Cusco ohnehin nicht warm ist. Die Nacht über haben wir gefroren und so ging es mir gesundheitlich eher schlechter als besser und in Kombination mit dem fehlendem Schlaf unterlag ich erst einmal einem leichtem Nervenzusammenbruch. Ich bekam eine Übelkeitstablette meiner Freundin und so konnte ich den Ausflug zum Ende hin doch noch genießen. Der Aufstieg dauert um die zwei bis drei Stunden, was vom persönlichen Tempo abhängt. Währenddessen staunten wir über die wunderschöne Landschaften und machten Fotos mit den frei herumlaufenden Alpakas. Allerdings nahm dies viel Zeit in Anspruch und so enschlossen wir uns für den vorletzten Abschnitt des Berges einen Muli oder ein Pferd zu nehmen.

Oben angekommen, blieb uns erst einmal die Luft weg (zum einem von der Anstrengung, zum anderen durch dieses wundervolle Naturwerk). Wir befanden uns nun auf 4020 m über dem Meeresspiegel und die Luft ist so dünn, dass man sich hier nicht all zu lange aufhalten sollte.

Die rostroten, beigen und grünen Verfärbungen sind vor Jahrmillionen durch Sedimentschichten entstanden, die durch die Plattentektonik nach oben gedrückt wurden. Dabei hat Eisenoxid zu der rötlichen Färbung geführt, Magnesium zu den helleren Pinktönen, und eine Reaktion von Kupfer mit Wasser und Sauerstoff zur blaugrünen Verfärbung. http://www.stern.de/reise/offroad-peru/rainbow-mountain-peru-6949054.html

Abends probierte ich dann Alpaka, was sehr zwart war und ein wenig nach Rindfleisch schmeckt.

Machu Picchu

Einen Tag darauf stand für uns der Besuch des Machu Picchus an. Ich war sehr nervös und voller Vorfreude, schließlich würde ich bald eins der sieben Weltwunder sehen! Die sieben Weltwunder der Antike waren:

  1. Die hängenden Gärten der Semiramis zu Babylon
  2. Der Koloss von Rhodos
  3. Das Grab des Königs Mausolos II. zu Halikarnassos
  4. Der Leuchtturm auf der Insel Pharos vor Alexandria
  5. Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten
  6. Der Tempel der Artemis in Ephesos
  7. Die Zeusstatue des Phidias von Olympia

Die neuen sieben Weltwunder sind nun:

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Leider begann der Tag aber anders als geplant. In Cusco gibt es zur Zeit Streiks, welche für eine Lohnerhöhung sorgen sollen. Deshalb waren die Straßen gesperrt und wir standen geschlagene drei Stunden am gleichem Fleck. Unser eigentlicher Plan war es uns in  den heißen Quellen von aguas calientes zu entspannen, was nun allerdings wegfiel. Erst gegen sechs kamen wir in Hidroeléctrica an und von hier stand uns noch eine 2,5 stündige Wanderung entlang der Gleisen bevor. Wir waren froh, dass wir unsere Backpacks bei unserem Couchsurfer gelassen hatten. Dummerweise hatte mein kleiner Rucksack ein Loch bekommen, weshalb ich die ganze Zeit befürchtete, etwas aus meinem Rucksack zu verlieren. Der Weg führte uns über kleine Flüsse und Bäche und an sich war es gar nicht so anstrengend, da es die meiste Zeit geradeaus ging. Wir beendeten den Tag mit einem leckeren Essen und einer heißen Dusche und fielen dann müde ins Bett, um am nächstem Morgen um 4 Uhr in der Warteschlange für den Bus stehen zu können. Dieser fuhr uns dann zum Eingang des Machu Picchus, wo ein Guide auf uns wartete. Ich war überrascht, wir viel die Inka bei ihrer Planung bedacht hatten (sie hatten an eine Kanalverbindung gedacht, die Steine passen alle perfekt ineinander, es gibt Pfade, die mit Cusco und den Ruinen von Llactapata verbunden sind, mehrgeschossige Wohnbauten; …). Die Festung ist sehr groß und so kommen täglich um die 2500 Besucher hierher, was jedoch eine Gefährdung des Weltnaturerbes darstellt.

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Der ständig wachsende Tourismus belastet die Umwelt sehr. Die UNESCO wehrt sich daher vehement gegen den geplanten Bau einer Seilbahn von Aguas Calientes hinauf nach Machu Picchu. Deren Fertigstellung würde den Touristenstrom weiter ansteigen lassen und außerdem die Erdrutschgefahr erhöhen. Am 10. April 2004 forderte ein Erdrutsch, der auch die Bahnlinie teilweise lahmlegte, elf Menschenleben. Durch einen weiteren Erdrutsch am 14. Oktober 2005 wurde die Bahnlinie auf einer Strecke von 400 Metern erneut verschüttet. Auch 2010 gab es Überschwemmungen und Erdrutsche, woraufhin das Militär zur Unterstützung der Touristen eingesetzt wurde und anschließend Machu Picchu für mehr als zwei Monate gesperrt werden musste. https://de.wikipedia.org/wiki/Machu_Picchuhttps://de.wikipedia.org/wiki/Machu_Picchuhttps://de.wikipedia.org/wiki/Machu_Picchu

Titicacasee

  • Der größte See Südamerikas

Nach einer Nacht in einem Hostel in Cusco machten wir uns auf den Weg nach Puno. Die Fahrt dauert in etwa neun bis zehn Stunden, aber in dem Bus der Gesellschaft Cruz del Sur konnten wir gut schlafen und bekamen außerdem noch ein Frühstück serviert (Wenn du allerdings etwas mehr frühstücken möchtest, kannst du das sehr gut am Terminal in Cusco tun). Wie auch in Cusco ist es hier sehr kalt und wir trugen größtenteils Pullis und Mützen und schlief ebenfalls mit Schaal und Mütze. Den ersten Tag ließen wir ruhig angehen. Wir besichtigten die Stadt ein wenig und gingen auf einen Markt, wo wir uns Alpakapullis- und Socken kauften, die sehr kuschelig sind und perfekt für die kalte Stadt geeignet sind. Zum Geldabheben kann ich in Peru die Bank MultiRed empfehlen, da diese keine Gebühren für das Geldabheben erhebt.

Am nächsten Tag klingelte wieder früh der Wecker, dieses Mal allerdings erst um sechs. Wir wurden am Hostel abgeholt und zum Hafen gebracht. Da wir drei Gäste an Bord hatten, die danach noch eine andere Führung bekamen, befanden wir auf einem Schnellboot, welches uns zur „Isla Santa Meria Mallko“ brachte. Bei dieser Insel handelt es sich um eine schwimmende Inseln, welche von den Urus errichtet wurde, um sich vor den krigerischen Inkas zu schützen. Diese glaubten an das Land und die Sonne, weshalb die Urus auf dem See sicher vor ihnen waren. Der Boden dieser Inseln setzt sich aus einzelnen Blöcken aus aufgeschichtetem Totora-Schilf zusammen. Nach zwanzig Jahren muss eine neue Insel gebaut werden, da der Boden anfängt wegzufaulen. Die größte Einnahmequelle der Urus ist der Tourismus und so gibt es auf der Inseln einige Handarbeiten zu kaufen. Zudem gibt es die Möglichkeit die traditionelle Kleidung anzuziehen und Fotos mit den Urus zu machen.

Danach ging es weiter zur festen Insel „Taquile“, wo wir unser Mittagessen einnehmen sollten. Von der Insel aus kann bis nach Bolivien rüberschauen. In den 1930iger Jahren war diese Insel eine Gefängnisinsel der Spanier, doch schon 1937 kauften sich die Einheimischen (Taquileños) ihre Insel zurück. Die Taquileños berufen sich auf die – aus der Inkazeit stammenden – Gebote: „Ama suwa, ama llulla, ama qilla“ (nicht stehlen, nicht lügen, nicht faul sein). Deshalb gibt es auf der Insel auch keine Polizei.

DSCI0284.JPGDa es mir nicht so gut ging, habe ich von diesem Teil der Reise kaum Bilder gemacht und mich nach der Bootsfahrt direkt ins Hostelzimmer zurückgezogen. Eigentlich war geplant noch in der Nacht nach Arequipa aufzubrechen, doch so blieben wir noch eine weitere Nacht. Bei Übelkeit und Schwindel helfen Cocablätter recht gut. Ich bekam einige von unserem Guide, der sich um mich sorgte. Außerdem war unter den Mitreisenden eine Frau aus Costa Rica, welche mir eine Pflanze gab, an der ich riechen sollte, um die Übelkeit loszuwerden. Ich war wirklich dankbar für diese freundlichen Menschen.

Arequipa

Von Puno nach Arequipa sind es mit dem Bus ungefähr sechs Stunden, welche wir mal wieder schlafend verbrachten. Schon jetzt waren wir von der Reise ziemlich geschlaucht. Am Abend würden wir weiter nach Nasca fahren, weshalb uns hier nur der Nachmittag blieb. Gemütlich schlenderten wir durch die Straßen und besuchten einen Kunstmarkt, wo wir uns zeichnen ließen. Danach trafen wir auf Studenten, welche Umfragen für ihr Studium durchführten und so hatten wir eine recht amüsante Unterhaltung mit ihnen. Zum Abschluss probierten wir die peruanische Küche. Wir bekamen drei verschiedene Sorten an Kartoffeln, welche ich mit Tunfisch und meine Freundin mit Gemüse kombinierte. Insgesamt gibt es in Peru 531 verschiedene Kartoffelsorten, wobei die Zahl bei der Suche im Internet bis auf 8000 verschiedene Sorten hochgeht.

Nasca

Weitere neun Stunden Busfahrt bringen uns nach Nasca, wo es die berühmten Nasca-Linien gibt. Wir buchten einen Flug für den frühen Vormittag. Die Nasca-Linien sind riesige Scharrbilder in der Wüste Perus. Über die Entstehung und den ZWeck dieser Bilder ist wenig bekannt, allerdings existieren eine Menge Theorien.

Diese reichen von einer gigantischen Sportarena, über einen überdimensionalen Kalender bis hin zu Landeplätzen von Ufos. Am wahrscheinlichsten ist ein Zusammenhang zwischen einer rituellen und astronomischer Bedeutung. Denn die Richtung einiger der zum Teil kilometerlangen pfeilgeraden Linien stimmen mit Sonnwendpunkten überein. Die anderen könnten als rituelle Pfade bei religiösen Zeremonien gedient haben. Wissenschaftlich belegt ist aber bisher keine der unzähligen Theorien. In den letzten Jahren haben Forscher begonnen die Bilder genau zu vermessen und archäologisch zu erforschen.  Davon erwartet man sich neuen Aufschlüsse über die rätselhaften “Zeichner”. Bekannte in die Wüste gezeichnete Figuren sind etwa die Spinne (Bild), der Astronaut, die Echse, der Kolibri oder die spirale. Auf Bestreben der deutschen Forscherin Maria Reiche wurden die Linien von Nazca 1994 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. http://www.weltkulturerbe.com/weltkulturerbe/suedamerika/nazca.html

Weil der Flug sehr turbulent war, konnte ich leider kaum Fotos machen. Ich hatte mir den FLug in einer kleinen Maschine super aufregend vorgestellt, doch letztendlich habe ich nichts vom Flug mitbekommen, außer, dass mir sehr übel war. Meine Freundinnen hatten vorher noch Witze darüber gemacht, dass ich die Spucktüte bestimmt bracuhen würde.

Huachachina

Da wir nachts ankamen (wir fuhren mit einem Sammeltaxi, da die Busse nur nach Ica fahren), sahen wir erst am nächsten Morgen die riesigen Dünen um uns herum. Wir selbst befanden uns in einer wunderschönen Oase und landschaftlich ist dieser Ort der Provinz Ica mein absolutes Highlight. Nur sind wir hier leider recht vielen unfreundlichen Menschen begegnet und ein Hostelangestellter warnte uns davor, nachts alleine rauszugehen. Es ist wohl schon öfter vorgekommen, dass Frauen hier Drogen verabreicht bekommen haben und ihnen anschließend eine Gruppe Männer aufgelauert hat. Auch uns wurde im Restaurant (!) Cryistal Meth angeboten und als wir den Verkäufer ignorierten, beleidigte er uns später auf offener Straße.

Um so schöner war jedoch unser Actionausflug mit einem Sandbuggy und Sandboarding. Alleine hätte ich aus der Wüste nie wieder rausgefunden, da einfach alles gleich aussieht. Mit den Boards sind wir die Dünen runtergefahren und es macht verdammt viel Spaß.Für Skifahrer oder Snowboarder gibt es auch Profiboards.

Paracas

Von Huachachina nach Paracas ist es nur eine Stunde. Wir fanden ein sehr schönes Hostel (Paracas Backbackers`House), von wo aus man Touren buchen kann. Nach einigen Nächten ohne Hostel (allerdings noch vor Huachachina), freuten wir uns sehr über ein gemütliches Zimmer mit warmem Wasser. Wir hatten die Möglichkeit die „Islas Bellestas“ zu besuchen, doch entschieden uns fürs ausschlafen. Direkt neben dem Hostel gibt es ein sehr leckeres Café in welchem leckere Smoothies und Brote angeboten werden. Auch eine Tour durch den Nationalpark lehnten wir ab und mieteten uns stattdessen Fahrräder. Heute wollten wir die Gegend selbst erkunden. Uns wurde gesagt, dass wir für die Fahrradstrecke um die vier Stunden benötigen würden. Mit unseren ausgibigen Pausen kamen wir allerdings auf sechs Stunden.

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Lima

Viel zu schnell kamen wir zu unserem letzten Ziel der Reise: Lima. Das hatte aber auch etwas Positives, denn in Lima ist es deutlich wärmer als in den anderen Orten. Das Frieren hatte ein Ende. Außerdem lernte ich einen guten Freund meiner Familie kennen, bei dem wir auch unterkommen konnten. Er kümmerte sich super um uns und zeigte uns am erstem Tag die Ruinen der alten Tempelpyramide von Huaca (Zeromonieort) Pucllana. Diese befinden sich im Stadtteil Miraflores. Bis in die 1980iger Jahre war dieses heutige Wahrzeichen ein Müllberg zum Motorcrossfahren, bis entdeckt wurde, um was es sich eigentlich handelt. Die Touren werden auf Englisch und Spanisch angeboten. Während der Führung bekommt man Nachbildungen unterschiedlicher Alltagsszenen zu sehen, sodass man sich ein Bild von dem früherem Leben machen kann. An der Bauweise ist zu erkennen, dass es sich hier nicht um die Inka, sondern um die Lima-Kultur gehandelt hat. Der Lima-Stamm hat eine Art Bücherregalstil aus Lehmziegeln genutzt. An einem großem Versammlungsplatz angekommen, wurde uns gesagt, dass hier Menschenopfer erbracht wurden. Hierbei handelte es sich um Frauen zwischen 15 und 25 Jahren, welche bereits von Geburt an über ihr Schicksal Bescheid wussten.  Für sie bedeutete es jedoch eine große Ehre, da sie der festen Überzeugung waren, so direkt zu Gott zu gelangen. Getötet wurden sie, indem sie durch natürliche Drogen in einen Rauschzustand versetzt wurden und dann mit einem Stein erschlagen. Im Gegensatz zu den Inka verehrten die Lima das Meer, was sich in ihren anderen Opfergaben, wie beispielsbeise Haifischfleisch, zeigt. Später wurden die Lima von der Wari-Kultur vertrieben, welche die Pyramiden als Begräbnisstätte nutzten. Sie waren der Meinung, dass der Weg auf die andere Seite sehr lang dauert, weshalb sie den Verstorbenen Nahrung, Kleidung und Werkzeuge zur Weiterführung seines jeweiligen Berufes mitgaben.

 

Am nächsten Tag wurden wir mit auf die Polizeiwache genommen, um einen kleinen Teil der Arbeit unseres Bekannten kennenzulernen. Der Kommissar, sowie die Polizisten begrüßten uns freundlich und wir erfuhren viel über die einzelnen Einsatzbereiche. Wir hätten auch mit in eine Schule gehen können, an der es einen Vortrag über Gewaltprevention gab, aber unser Bekannter hatte schon andere Pläne und so fuhren wir in die Innenstadt zum frühstücken und probierten Perus Schinken. Anschließend besichtigten wir ein Hotel, was früher das beste Hotel Perus war und in dem viele Schauspieler und Prominente untergekommen sind.

Weiter ging es zu Besichtigung der Katakomben der „Iglesia de San Francisco y convento de San Francisco“. Das Fotografieren ist hier verboten, aber ich ich habe noch nie so viele Knochen und Schädel auf einmal gesehen. Zudem gibt es viele Gemälde zu sehen, auf denen unter anderem die 12 Apostel dargestellt werden. Zudem besichtigt man eine alte Bücherei, in der es riesige Gesangbücher gibt.

Anschließend gingen wir auf einen Markt, auf dem es so gut wie alles zu kaufen gibt (außer Elektronik). Mehr findet man jedoch auf dem „Mercado Artesanal de Pueblo Libre“. Hier gibt es alles Mögliche an Souveniers zu ergattern.

Der krönende Abschluss unserer Peru Reise und unseres Lima Besuches war dann der Wasserspielpark „Circuito Mágico del Agua del Parque de la Reserva“. Meine Freundin und ich wurden hier ordentlich nass, da es ein Wasserspiel gibt, in das man hineingehen kann und anschließend versuchen muss, trocken wieder herauszukommen. Bedauerlicherweise ist es mir hier nicht möglich Videos hochzuladen und so kann ich nur mit Bildern dienen.

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Meinen nächsten Bericht werde ich höchstwahrscheinlich in Deutschland verfassen, da meine Zeit hier nun fast zu Ende ist.

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Unser Blick aus dem Flugzeug.

Hasta luego, nos vemos pronto!

Saludos

Isa

PS: Die Reise war einfach super!!!