Regenwald (paseo de los monos/Puyo/Tena)

Hola mis amigos,

wollt ihr wissen, wie Ameisen schmecken? Oder wie man im Dschungel seine Haut pflegt? Wie sich ein Affe anfühlt? Wie es ist im Wasserfall zu schwimmen?

Im Januar war ich in Paseo de los monos (http://www.losmonos.org/) einem Rettungszentrum für Affen, nahe bei Puyo. Dort habe ich eine Freundin besucht, die als Pflegemutter für einen Baby-Wollaffen namens Jacky Brown (sie bestand darauf den Namen zu nennen) einspringt. In dem Zentrum leben etwa 100 Tiere, welche aus verschiedenen Umständen dort gelandet sind. Viele wurden als Haustiere gehalten oder dauerhaft verletzt. Die Tragik dabei Wildtiere als Haustiere zu halten, besteht darin, dass die Tiere oft gewaltsam von ihrer Gruppe getrennt werden. Dies resultiert häufig darin, dass Viele, beim Versuch Gruppenmitglieder zu verteidigen, getötet werden.

Jacky Brown                                          Bella

Zu der Frage, wie sich Affen anfühlen, würde ich zumindest die Wollaffen als flauschig bezeichnen. Vom Fell her fühlen sie sich auch ein wenig an wie manche Hunde. Die Hände sind erstaunlich zart und bei den älteren Tieren lederartig und erstaunlich kräfig.

Ein paar Wochen später war ich mit Katja und Talea, zwei Mitfreiwilligen, in Puyo. Dort entschieden wir uns dazu eine Dschungeltour zu machen (http://www.nativejunglecuador.com/).So ging es am nächstem Tag um neun Uhr mit dem Auto in den Dschungel. Wir erfuhren viel über die verschiedenen Stämme. Besonders, dass noch heute einige Stämme ihr Gebiet so sehr verteidigen, dass man bei Grenzenüberschreitung direkt umgebracht wird, hat mich erstaunt. Allerdings sind dies die wenigsten und ich kann es nachvollziehen, da schon vielen Stämmen ihr Gebiet weggenommen wurde und sie ihre Kultur wahren möchten.

Im Dschungel angekommen haben wir erst einmal eine Schlammpackung verpasst bekommen, die durch ihre lehmartige Zusammensetzung gut für die Haut ist, und anschließend eine Krone im Stil der Panamahüte gebastelt.Danach sind wir in einem Wasserfall baden gegangen, was ziemlich erfrischend war. Bevor wir zurückgekehrt sind, gab es noch einen kleinen Snack: Ameisen. Erst habe ich mich ein wenig geekelt, sie dann aber doch probiert. Und was soll ich sagen, sie schmecken gar nicht mal so schlecht, eher sehr zitronig. Anschließend sind wir in ein indigenes Dorf gefahren, wo uns ein leckeres Mittagessen und traditionelle Tänze erwarteten. Außerdem konnten wir uns am Spuckrohr probieren, wobei ich allerdings kläglich gescheitert bin.

Blatt, auf dem die Ameisen waren/ Tucan/Wasserfall (Buena vida)

Anschließend sind wir mit einem Kanu den Fluss runter gefahren und als wir ankamen wurden wir mit einem traditionellem Getränk des Dschungels begrüßt, was jedoch sehr bitter schmeckte. Hier gab es die Möglichkeit sich eine Boa constructa um den Hals zu hängen. Ich hatte sehr viel Respekt und musste anschließend lange darüber nachdenken, dass man solche Tiere nicht gefangen halten sollte. Die meiste Zeit muss sie in einer dunklen Kiste bleiben. Relativ schnell verließen wir den Ort und machten uns auf, um Kaimane und ein paar Fische zu beobachten.

Kaiman/Katja mit der Boa constructa/Ich im Kanu

Zum Schluss schaukelten wir noch an einer Liane. Ich hätte es den ganzen Tag machen können, aber die Tour hatte auch irgendwann ein Ende.

Vorgestern machte ich mich dann mit Sara, einer Freundin aus Deutschland, auf nach Tena. Von Ambato aus sind es ca vier Stunden Fahrt und so entschieden wir uns, erst am zweiten Tag Tena richtig erkunden zu gehen. Geplant war der Parque Amazonicó und die Laguna azul. Aufgrund des ständigen Regens beließen wir es dann aber bei ersterem. Da unser Auge nicht so geschult ist wie das der Dschungelguides, sahen wir nicht sonderlich viel, außer der wunderschönen Natur und einem beeidruckend großen Schmetterling. Danach schauten wir uns den Karnevalsumzug in der Stadt an und wurden mit Schaum besprüht. Abends ging es dann wieder zurück nach Ambato, um hier die „Fiestas de los flores y frutas“ zu feiern.

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