VOS (Vorbereitungsseminar)

Vor kurzem war ich in Witzenhausen, um an einem zehntägigem VOS teilzunehmen. Dieses dient dazu, noch bestehende Fragen zum Ausland zu klären. Dazu waren jeden Tag verschiedene Einheiten vorgesehen, welche unterschiedliche Themen behandelten. Am erstem Tag wurden wir anhand von Bändchen in Gruppen eingeornet, welches dann unsere Relflextionsgruppen waren. In dieser Gruppe haben wir uns am Ende des Tages noch einmal gesprochen und den Tag reflektiert betrachtet.

Damit wir viel Energie hattten, war ein Energizer vor jeder Einheit Standart. Dies bedeutet, dass wir verschiedene Spiele gespielt haben wie He-Ha-Ho; wo ist Horst?; Kuhstall; Whiskeymixer, kotzendes Kängeru; gordischer Knoten, Evolutionsspiel; Oh ja!; …

Wenn ihr mehr über diese Spiele wissen wollt, schreibt es in die Kommentare.

Unsere erste Einheit hat sich mit Identität und Werten beschäftigt. Hier ging es viel um uns selbst und herauszufinden, wie wir von anderen wahrgenommen werden und wie sich unsere eigenen Normen und Werte von denen anderer unterscheiden. Als nächstes war „Technika, Versicherung und Sicherheit“ dran. Hier haben wir alle nötigen Informationen zu den im Namen genannten Themen erhalten.

Den nächsten Tag fand ich spannend, da er die Themen „Kommunikation und Konflikte“ und „Wahrnehmung, Kategorisierung, Stereotypen und Vorurteile“ behandelt hat. Wir haben verschiedene Streitverhaltensweisen betrachtet und herausgestellt, dass jeder seine eigene Art hat, Konflikte zu lösen. Letztendlich waren wir uns aber einig, dass wir Probleme im Gastland zunächst mit dem Projekt oder der betreffenden Person besprechen. Gerade durch unsere doch noch geringen Spanischkenntnisse kann es zu Missverständnissen kommen. Auch sollen wir versuchen unsere Gedanken zunächst einmal auf ihren Wahrheitsgahalt zu überprüfen, bevor wir zu schnell ein Urteil fällen.

Weiter ging es mit „Privilegien“ und „Gender“. Ein Privileg für Frauen in Deutschland ist zum Beispiel über die Straße gehen zu können, ohne, dass jeder einem hinterherpfeift oder generell nachts halbwegs sicher unterwegs sein zu können. Gerade in Quito wird mir auf Grund der steigenden Kriminalität geraten dies nicht zu tun und lieber mit einem Taxi zu fahren. Dafür ist man im Gastland etwas Besonderes und fällt auf. Ob man das als Privileg sieht, sei dahingestellt. Abends haben wir noch den Film „Die Freiwilligen“ geschaut und es war auffällig, dass das Thema „Verlieben“ eine sehr große Rolle spielt. Viele Einheimische täuschen Liebe vor und erhoffen sich, mit nach Deutschland kommen zu können. Außerdem wurde deutlich, dass manche Freiwillige generell in manchen Sachen zu naiv sind. Das Thema „Weltweit verlieben“ wurde an einem anderem Tag noch einmal in Kleingruppen aufgegriffen und bei Teelichten und Plätzchen besprochen.

Am nächstem Tag standen die Themen „Rassismus und Diskriminierung“ auf dem Plan. Wie definiert ihr Rassismus? Uns wurde gesagt, dass nur Weiße rassisitisch gegenüber People of Colour sein können, da sie in der Machtposition sind. Stimmt ihr dem zu? Am Nachmittag gab es eine Einheit zum Thema „Fair berichten“. Dies beinhaltet Sachinhalte differenziert darzulegen und auch nicht nur typische Stereotye für die Bilder raus zu suchen. Dies wurde besonder deutlich an Bildern aus Afrika, da dort größtenteils Wildtiere auf den Reiseprospekten abgedruckt waren. Ein weiteres Bild wo dies deutlich wird, ist ein Bild (ich glaube aus Buenes Aires) wo ein luxeriöses Hotel zu sehen ist, doch wenn man die andere Seite aufdeckt, direkt der Slum zum Vorschein kommt.arm-und-reich-slum

Dann hatten wir einen freien Tag an dem ich mit einer anderen Freiwilligen zur anderen Burg (Burg Hahnstein) gewandert bin. Ich freue mich schon jetzt auf Ecuadors Landschaft.

Die Themen „Entwicklungszusammenarbeit und Spenden“ sowie „Europa und Ich“ waren am Folgetag dran. Ich war erstaunt, dass manche Projekte von den Freiwilligen Spenden erwarten und die Freiwilligen dann dementsprechend Vorteile genießen. Deshalb rät ICJA uns davon ab, den Projekten zu spenden oder es vorher mit VASE zu besprechen. Danach ging es um die Frage, ob wir uns als Europäer oder Deutscher sehen und viel um die aktuelle Flüchlingssituation.

Die letzten Einheiten waren dann „Gesundheit“ und „Leben und Arbeiten im Gastland“. Wir haben uns auch mit unserer psychischen Gesundheit und verschiedenen Arten von Stress beschäftigt. Für Disstress und Eustress haben wir Beispiele gesucht und konstruktive Handlungsmöglichkeiten. Jeder von uns hat sich sein Schutzschild gebastelt mit Bewältigungsstrategien die uns im Ausland helfen sollen.

Am vorletztem Tag gab es Workshops, die wir besuchen konnten. Ich habe mich für sexuelle Gewalt eingeschrieben und war allerdings ein wenig enttäuscht, da ich mehr Tipps erwartet hätte, auch wenn der Workshop dennoch interessant war. Am meisten haben wir uns damit beschäftigt zu definieren, was sexuelle Gewalt ist und haben den Begriff Missbrauch aus unserm Wortschatz gestrichen, da es immer einen Gebrauch impiziert und Menschen kein Gebrauchsgegenstand sind. Diese Erklärung hat mir sehr gut gefallen. Und auch, dass alles, was mehrmals trotz Warnung passiert, schon ein Übergriff ist. Da hab ich gemerkt, dass ich mir zu viel gefallen lasse und hoffe, im Ausland endlich meine Grenzen zu setzen und zu verteidigen.https://www.youtube.com/watch?v=um6JgniMvYM (Dies ist ein sehr schönes Video zum Thema „Nein-Sagen“).

Mein Projekt

https://www.youtube.com/watch?v=sHqNmrUa-B4

Vor ein paar Tagen hat sich mein Projekt noch einmal geändert. Zuerst sollte ich im Hogar de Paz arbeiten, einem Projekt mit Kindern im Alter von 5-15 Jahren. Dort hätte ich beim Musik-und Englischunterricht geholfen und die Freizeit der Kinder mitgestaltet.

Jetzt habe ich eine Zusage im Centro de Muchacho Trabajador, wo ich mit Straßenkindern und ihrer Familie arbeiten werde. Ich denke, dass ich bei Unterrichten helfen werde. Ziel des Projekts ist es, den Familien zu helfen finanziell unabhängig werden und sich eine Zukunft aufbauen zu können. Auch werden die Kinder in bestimmten Bereichen trainiert wie Kochen, Nähen und der Automechatronik.

Die Regeln dort wirken recht streng, aber mit der Bemerkung, dass es nur für die Formalitäten sei. Es ist ein katholisches Projekt, aber andere Glaubensrichtungen werden akzeptiert, nur ist die Teilnahme an religiösen Aktivitäten Pflicht. In meinem Vertrag steht, dass ich während meines Urlaubs nicht von meinem Projekt befreit werde. Wie genau das zu verstehen ist und ob das Reisen dennoch klappt, werde ich mit meinem Chef vor Ort ausmachen. Außerdem ist es erwünscht, alle anderen als Seelenverwandten zu sehen, da wir eine christliche Gemeinschaft sind. Ich soll alles machen, was die Projektleiter mir auftragen und meine Aktivitäten vorher mit dem Direktor absprechen. Zudem arbeite ich montags bis freitags täglich 12 Stunden und gelegentlich am Wochenende. Wöchentlich gibt es ein spirituelles Treffen, damit die Gemeinschaft enger zusammenwächst. Wenn ich dazu aufgefordert werde, dann werde ich dieses Treffen organisieren. Dazu habe ich ein Dateverbot mit Ecuadorianern und anderen Freiwilligen.

Wohnen werde ich zusammen mit ungefähr 13 anderen Freiwilligen aus Deutschland, Denemark, USA und Ecuador in einem Wohnheim.

Da ich mit der normalen Version von WordPress keine Videos hochladen kann, klickt einfach auf den Link ganz oben, wenn ihr ein Video des Projekts sehen wollt.

 

Hier die Orginalbeschreibung des Projekts:

Projekt 2 (weltwärts und ijfd) Details of the host project
Name: Centro del Muchacho Trabajador (CMT)
City: Quito

Description of the host project
Centro del Muchacho Trabajador (Working Boys Center) works with more than 1,000 people who are members of a family with a boy who works on the street. The center aims to provide education and technical skills not only for the children, but also for their parents, siblings, and grandparents. We do not take the boys off the street—they still are able to work while they attend school in our center. Once they graduate from high school (mandatory for every participant in our program, no matter the age) they will be trained in a technical area of their choice (carpentry, auto mechanics, sewing, cosmetology, etc).
Projektliste Ecuador 2
We teach 10 core values in our center, including education, health, financial management, community service and spirituality. Since our founding in 1964 we have served more than 6,000 families. Description of the local community
We have two centers located at South and North of Quito. The two communities are actually very different: the center in the South is a four story building among the bustling streets of the poorer historical city center (La Marin). Just a 3 minute walk from the gorgeous plazas of the historical city center, La Marin has become the commercial center for the sale of black market items such as cell phones.
In the North (Cotocallao) the property of Centro del Muchacho Trabjador is on several acres and has all of the workshops. The area is much more low-key in the north, even though poverty is still widespread. The neighbourhood is very close knit. Proposed activities for volunteers
 We offer a unique placement for a volunteer to participate in a wide variety of volunteering activities, whether it is classroom education, a specific workshop, or maintenance. In all areas of work, the volunteer will have personal interaction with the participants and develop profound relationships with the participants and staff. The volunteers have the opportunity to influence the lives of the participants and help them succeed in completing an education and becoming financially independent.
 Volunteers participate throughout the entire center in activities such as: classroom assistants (day care, youth education or adult education), workshop assistants (auto mechanics, ceramics, cooking, etc), and maintenance (painting murals, helping stack the library books). The volunteer has a schedule which he/she develops with the staff, combining certain activities. The volunteer will also serve as a mentor and international ambassador to the participants, informally educating them about their own countries and cultures. Volunteer profiles
The volunteer should be open minded, dynamic, warm hearted, and fond of meeting new people. If the volunteer wishes to be an assistant in one of the workshops, he or she should at least have basic skills and experience in that area (carpentry, sewing, cooking, baking, auto mechanics, metal work, computers, etc).

10 Things to do in Ecuador

Ein Punkt sehr weit oben auf meiner To-Do Liste in Ecuador ist ein Besuch der Galapagos Inseln, was bestimmt Vielen ebenso geht. Auch ist die Hauptsatadt Quito bekannt und als Reiseziel beliebt.

Schön soll auch die Sierra, das Andenhochland sein. Wenn man dem durch Vulkane gekennzeichnetem Weg beginnend bei Quito, über die Städte Riobamba, Bucay, Incapirca und endend bei Cuenca bereist, sieht man die beeindruckensten Landschaften Ecuadors.

¡Vámonos!

  1. Otavalo: Die Stadt Otavalo liegt eineinhalb Stunden nördlich von Quito. Hier gibt es einen der größten Märkte in Südamerika für einheimische Kleidung, welcher jeden Samstag stattfindet.
  2. Cuicocha: Der sogenannte See der Meerschweinchen liegt in einem ehemaligem Krater eines Vulkans, direkt am Fuße des Vulkans Cotopaxi. Der Blick vom Vulkan aus soll wunderschön sein. Außerdem kann man Bootstouren machen. Wenn man mehr Zeit hat, soll man um den ganzen Krater wandern und klettern, was ungefähr eine Strecke von 20 Kilometern ist.
  3. Mitad del Mundo: Hiermit ist der Äquator gemeint, der auch namensgebend für Ecuador ist. Hier steht auch das Quiche Monument, welches genau auf dem Äquator gebaut ist.
  4. Quito: Die Hauptstadt von Ecuador ist auch die höchte, offizielle Hauptstadt in der Welt. (Hier werde ich auch arbeiten und wahrscheinlich wohnen). Die alte Stadt mit ihrer Kultut ist Teil der UNESCO.
  5. Termas de Papallacta: Das Dorf ist ca. 60 Kilometer östlich von Quito entfernt. Die Pools sind gefühlt mit warmen Wasser von den umgebenden heißen Quellen. EIne sehr gute Möglichkeit zum entspannen.
  6. Cayambe Coca: Dies ist ein ökologisches Gebiet im Norden, welches sich gut zum Wandern anbietet. Auf dem Weg wird man ein paar heißen Quellen begegnen.
  7. Quilotoa: Ähnlich wie Cuicocha ist es ein großer Krater, der mit Wasser gefüllt ist. Von oben hat man einen Panoramablick über das Dorf.
  8. Tren Curcero-Devil`s Nose: Bei diesem Zugtrip sieht man sehr viel von der Landschaft. In drei Tagen fährt der Zug von Quito runter nach Bucay.
  9. Ingapirca: In der Nähe der Stadt Cuenca kann man die interessanteste und wichtigste Inka Sehenswürdigkeit sehen.
  10. Cuenca: Die drittgrößte Stadt von Ecuador ist auch das Zuhause von einer sehr schönen alten Stadt, die ebenfalls Teil der UNESCO ist. Hier gibt es viel Architektur und eine entspannte Atmosphäre.

Was davon würde euch interessieren? Schreibt es mir in die Kommentare 🙂